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Notfallversorgung von Migranten und Geflüchteten

NoMiG

Projekttitel:
Notfallversorgung von Migranten und Geflüchteten (NoMiG)
Projektart:
Forschungsprojekt
Projektträger:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), gefördert durch den Innovationsfonds
Konsortialpartner:
bbw Hochschule und Gesundheitswissenschaftliches Institut der AOK Nordost: Prof. Dr.-Ing. Thomas P. Zahn, Dr. Rafik Aouane Charité, Zentrum für Frauen-, Kinder- & Jugendmedizin: Prof. Dr. med. Matthias David, Prof. Dr. med. Jalid Sehouli Universität Bielefeld Gesundheitswissenschaftliches Institut: Prof. Dr. med. Oliver Razum MSc, Dr. Odile Sauzet
Laufzeit:
24 Monate (Okt 2016 - Sept 2018)

Dem NoMiG Projekt gehen die 1. sowie die 2. Berliner Migrantenstudie voran, in denen weiterhin ein großer Forschungsbedarf bezüglich der Integration von Migranten und Geflüchteten in das deutsche Gesundheitssystem sichtbar wurde. Beide Studien haben eine unangemessene Nutzung der gesundheitlichen Versorgung gezeigt, die es weiter zu ergründen gilt. An dieser Stelle setzt NoMiG an, um die Ergebnisse zur Verbesserung der Versorgung zur Verfügung zu stellen.

Der Initiator des Projekts Prof. Zahn ist Geschäftsführer des Gesundheitswissenschaftlichen Instituts der AOK Nordost (GeWINO), wo seit 2014 umfangreiche Datenanalyse der Gesundheitsversorgung in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zur Optimierung der Versorgungsabläufe betrieben wird. Prof. Zahn befasst sich darüber hinaus seit mehr als 10 Jahren mit der Analyse von gesundheitswissenschaftlichen Daten und ist Professor für Forschung und Datenwissenschaften an der bbw Hochschule.

Am Projekt beteiligt ist der Mediziner und Epidemiologe Prof. Razum, Dekan der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, die seit über 20 Jahren eine der deutschlandweit führenden Institutionen in Forschung und Lehre im Bereich Public Health ist. Er selbst hat bislang über 150 Publikationen zum Thema Migration und Gesundheit vorlegt.

Als dritter Konsortialpartner ist die Charité Berlin involviert, wo an der Klinik für Gynäkologie in den letzten Jahren bereits vier drittmittelgeförderte Forschungsprojekte zu "Gesundheit und Migration" durchgeführt wurden. Die Charité ermittelt mittels Querschnittanalyse die Inanspruchnahme der Klinik-Notfallambulanz durch Patienten mit und ohne Migrationshintergrund der 3 Standorte der Universitätsmedizin. Im Erhebungszeitraum von 12 Monaten werden mindestens 1000 Patienten mit Migrationshintergrund und 1000 vergleichbare Patienten durch korrespondierende Erste-Hilfe Scheine (ärztliche Dokumentation) und Kurzfragebögen der behandelnden Ärzte gegenübergestellt.

Dazu werden mit Teilnehmern der Integrationskurse des bbw Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg e.V. Leitfadeninterviews zur Kenntnis der Strukturen des deutschen Gesundheitssystems durchgeführt.

Es ist zu erwarten, dass durch diese Befragungen der Geflüchteten in Integrationskursen relevante Informationen bezüglich des gesundheitlichen Basiswissens, Kenntnisse über die Versorgungsstruktur sowie Einflüsse besonderer Migrationsfaktoren entnommen werden kann.

Durch die Analyse und Auswertung der Fragebögen und der ärztlichen Dokumentation der Patienten mit und ohne Migrationshintergrund sollen die Beweggründe für die Nutzung der klinischen Notfallambulanzen ermittelt werden, die laut der Ergebnisse der Vorgängerstudien unangemessen ist.

Aus den Grundlagen dieser Studienergebnisse ergibt sich die Möglichkeit der Entwicklung alltagstauglicher Empfehlungen und übertragbarer Lösungsansätze zur Verbesserung der Versorgungssituation für Migranten sowie der Wirtschaftlichkeit der Träger des Gesundheitssystems. Die Bedarfsgerechtigkeit der Versorgungsangebote in den Bereichen Sprache und Kommunikation, Gesundheitsförderung, Patienteninformation, Organisationsstruktur sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung des medizinischen Personals kann gezielter angestrebt werden.

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