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Digitale Health-Innovationen im Haus der Wirtschaft

02.05.2018

Das Health Reality Lab Network (HLaN) unterstützt Startups beim Marktzugang. Die Vernetzung aller Akteure durch innovative digitale Lösungen kann das deutsche Gesundheitswesen deutlich besser und effizienter machen. Gerade in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg gibt es dafür noch erhebliches Potenzial. Das neue Projekt Health Reality Lab Network (HLaN) will dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Die Vernetzung aller Akteure durch innovative digitale Lösungen kann das deutsche Gesundheitswesen deutlich besser und effizienter machen. Gerade in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg gibt es dafür noch erhebliches Potenzial. Das neue Projekt Health Reality Lab Network (HLaN) will dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Im HLaN können Startups ge-meinsam mit Leistungserbringern, Krankenkassen und Arbeitgebern ihre Produkte auf Akzeptanz und Wirtschaftlichkeit in der Versorgungspraxis testen. Das Ziel ist, den Marktzugang für innovative Startups zu erleichtern und damit digitale Innovationen auf diesem Feld schneller marktfähig zu machen - in Deutschland ebenso wie in Europa.

"Berlin ist Startup-Hauptstadt und zugleich ein Top-Gesundheitsstandort. Diese Vorteile wollen wir zusammenführen", sagte Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). "Aus einer guten Idee soll in Zukunft noch schneller ein gutes Produkt werden."

Zum Auftakt trafen sich die Projektpartner am Mittwoch im Health Innovation Space im Haus der Wirtschaft in Berlin. Dort sollen Startup-Firmen Krankenkassen und Arbeitgebern ihre Produkte demonstrieren und deren Mehrwert durch wissenschaftliche Evaluation belegen. "Hier entsteht ein Praxislabor, das neue Kooperationsmodelle ermöglicht und die notwendige Infrastruktur für den patientengesteuerten, sicheren Datenaustausch mit Leistungserbringern bereitstellt", sagte Prof. Dr.-Ing. Thomas P. Zahn, der das Projekt führt und das fib Forschungsinstitut der bbw Hochschule leitet. "Unsere europäischen Nachbarn sind bei der Vernetzung im Gesundheitswesen schon deutlich weiter. Wir wollen helfen, den Vorsprung aufzuholen - das Health Reality Lab Network kann dazu einen wesentlichen Beitrag leisten."

Konsortialführer des Projekts ist das Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg (bbw) mit dem fib Forschungsinstitut. Die Deutsche Telekom Health Solutions stellt die technische Basis bereit und sichert die Anbindung an die deutsche Telematik-Infrastruktur, das Berliner IT-Security Haus ITSO liefert die benötigte Software. Die Evaluation für Krankenkassen wird vom Institut für angewandte Gesundheitsforschung (InGef) und dem Gesundheitswissenschaftliches Institut Nordost (GeWINO) der AOK übernommen. Um die hohen Anforderungen beim Datenschutz kümmern sich Peter Schaar, der ehemalige Bundesbeauftragte für den Datenschutz, sowie der Krankenkassen-Dienstleister ITSG. "Wir legen extrem hohen Wert auf die Umsetzung der neuen EU Datenschutzgrundverordnung. Das ist ein wesentlicher Schlüssel für die Akzeptanz von deutschen Digital-Health-Produkten", sagte Prof. Zahn.

Der Projektpartner Bundesverband Deutsche Startups und die UVB werden daran arbeiten, geeignete Startups für das Vorhaben zu gewinnen über Modellvorhaben zum betrieblichen Gesundheitsmanagement zu fördern und neue Gründungsideen zu unterstützen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund drei Millionen Euro aus dem Digitalisierungsprogramm Smart Service Welt II.

"Im Rahmen unseres Digitallabors arbeiten wir seit Jahren erfolgreich daran, Startups und etablierte Unternehmen zusammenzubringen. In unserem Netzwerk gibt es eine Reihe potenzieller Partner für spannende E-Health-Vorhaben", führte Amsinck aus. Am Ende müsse sich eine Innovation für das Betriebliche Gesundheitsmanagement aber auch rechnen. "Dazu wollen wir Bewertungsverfahren entwickeln, die auf einen Blick zeigen, ob ein solches Vorhaben für ein Unternehmen wirtschaftlich ist", befand der UVB-Hauptgeschäftsführer.


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Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) sind die Stimme der Wirtschaft in der Hauptstadtregion. Wir stehen für 60 Mitgliedsverbände aus allen wichtigen Branchen, von der Autoindustrie bis zur Startup-Branche. Als Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) setzen wir uns für die Belange der regionalen Wirtschaft auf Bundesebene ein. Unser ordnungspolitisches Leitbild ist die Soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Wettbewerb. Für uns sind unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl untrennbar miteinander verbunden.

Die bbw Hochschule ist die Hochschule der Wirtschaft für die Wirtschaft in Berlin und Brandenburg. Mit rund 1.200 Studierenden ist sie die größte private, staatlich anerkannte Hochschule in Berlin und Brandenburg mit Wurzeln in der Region. Die bbw Hochschule wird getragen von der bbw Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung GmbH, einem Unternehmen des Bildungswerks der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg (bbw). An der Seite der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) versteht sich das bbw und damit auch seine Hochschule als Bildungspartner der regionalen Wirtschaft. Das besonders wirtschaftsnahe Studienprogramm ist auf ihren Fachkräftebedarf zugeschnitten. Es umfasst hauptsächlich wirtschafts-, wirtschaftsingenieur- und ingenieurwissenschaftliche Bachelor- und Master-Studiengänge, die in Vollzeit, berufsbegleitend und dual absolviert werden können. Über das hochschuleigene fib Forschungsinstitut realisiert die bbw Hochschule anwendungsorientierte Auftrags- und drittmittelgeförderte Forschungsprojekte.

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